Soll-Qualifizierungsmatrix erstellen

1. Allgemein

Die Qualifizierungsmatrix ist ein Werkzeug zur Feststellung von Qualifikationslücken einer Einheit. Gegenübergestellt werden die Qualifikationsanforderungen einer Einheit zum aktuellen Stand der Qualifikation der, in der Einheit, beschäftigten Mitarbeiter.

2. Beschreibung

In jedem abgegrenzten Arbeitsbereich fallen Tätigkeiten an, für die gewisse Kompetenzen benötigt werden. In einer Qualifikationsmatrix werden diese Kompetenzen in Beziehung zu den Mitarbeitenden gesetzt. Der Qualifikationsstand eines jeden Mitarbeitenden wird durch Ziffern von 0 bis 3 bewertet und durch Aufsummieren ein Qualifikationsscore gebildet.

Die Darstellung des Qualifikationsgrads in einer Qualifikationsmatrix bietet folgende Vorteile:

    • Bessere Vertretungsplanung bei Urlaub und Abwesenheit
    • Kompetenzlücken werden aufgedeckt
    • Erfolgskontrolle der Personalentwicklung
    • Strategieentwicklung zur Deckung des Qualifikationsbedarfs
3. Vorgehensweise zur Erstellung einer Qualifizierungsmatrix

1.Arbeitsbereich festlegen

2.Legende zum Qualifikationsstand erstellen

3.Qualifikationsanforderungen (SOLL-Qualifikation) für Arbeitsbereich und jeden Mitarbeitenden festlegen

4.Den aktuellen Qualifikationsstand (IST-Qualifikation) durch Gespräche mit einzelnen Mitarbeitenden ermitteln und eintragen

5.Qualifikationsscore ablesen und Schulungsmaßnahmen ableiten

4. Beispiel
Anwendungsbeispiel einer Qualifizierungsmatrix, wie sie bei der Firma TENTE-ROLLEN GmbH in Wermelskirchen im Bereich der Blechverarbeitung angewendet wird.

 

Erläuterung:

0 –> Mitarbeitender verfügt über keine Kenntnisse zu dieser Tätigkeit

1 –> Geringe Qualifikation, Mitarbeitender verfügt über Grundlagenkenntnisse

2 –> Mittlere Qualifikation, Mitarbeitender verfügt über solide Kenntnisse und kann diese anwenden

3 –> Hohe Qualifikation, Fachmann in diesem Bereich und kann andere schulen.

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